|
Die Dunkelziffer dürfte weit höher sein. Dieser hohen Anzahl entgegenzuwirken, ist Ziel der Kreuzberger Netzwerkinitiative “Stopp Tokat„.
Tokat stammt aus dem türkischen und bedeutet soviel wie "Nein zur Gewalt", "Hand in Hand gegen Gewalt" und allgemein "Gegen Gewalt" aber auch Ohrfeige“ oder auch „Abziehen“. Darüber hinaus ist Tokat auch eine Stadt in der Türkei.
Die Initiative wurde von Polizisten vom A 53 und A 52 ins Leben gerufen, die auf präventivem Weg Raub- und Gewaltstraftaten entgegenwirken wollen. Hierzu soll ein Netzwerk aus Betroffenen, Opfern, wie Tätern, aber auch engagierten Personen und Institutionen aus allen Bereichen des Lebens geschaffen werden, die für ein gewaltfreies Miteinander eintreten und arbeiten.
Aufklärung soll der Verharmlosung und Bagatellisierung entgegenwirken. Raub ist eine schwere Straftat mit oft bleibenden Folgen für die Opfer. Dies soll sich stärker im Bewusstsein, aber auch in den Wertvorstellungen junger Menschen wiederfinden.

Dazu sollen Maßnahmen ergriffen werden, die mittel- und langfristig von Nachhaltigkeit und hohem gesellschaftlichem Konsens geprägt sind.
Am 25.10.07 fand im Beisein des Polizeipräsidenten eine feierliche Auftaktveranstaltung statt, an der alle Mitwirkenden und Unterstützer der Initiative teilnahmen. Bei der Veranstaltung wurde die beste Zeichnung eines im Vorfeld stattgefunden Malwettbewerbs an Kreuzberger Schulen prämiert. Dieser Malwettbewerb war eine der ersten Aktionen von „Stopp Tokat“, organisiert durch das Jüdische Museum Berlin und den A 52/53. Gewonnen hat ein 11jähriger Grundschüler. Seine Zeichnung ist jetzt das offizielle Logo für „Stopp Tokat“ und wird in Zukunft auf Poster und Flyer, die für die Initiative werben, zu finden sein.
Neben der Preisverleihung für das Logo unterzeichneten die Unterstützer, zu denen unter anderen der Boxer Cengiz Koc, der Comedian Murat Topal, der Rapper Bass Sultan Hengzt, die Bundesdruckerei GmbH, die Türkische Gemeinde zu Berlin und viele mehr gehören, eine für die Initiative gegründete Charta, in der sie sich alle verpflichten, die Initiative mit konkreten Maßnahmen zu unterstützen.
|